Burning Heart – Unsere Geschichte

1988 bis heute - Was für eine Zeit!

Aus den Breitband-Lautsprechern der aufklappbaren jugendheimeigenen Musikanlage plärren Milli Vanilli ´s “Girl You Know It’s True” und Rick Astley´s “She Wants To Dance With Me”. Thomas Leitmann und Olaf Seiger, zwei genervte, sich die Ohren zuhaltende Teenager mit Vokuhila und Popelbremse, sitzen auf der Jugendfete in einer Ecke, trinken Afri Cola und würden viel lieber Marillion, Metallica oder U2 hören.

„Da muss es doch auch was dazwischen geben! …Etwas Neues! …Etwas Eigenes! Und zack… 2 Wochen später sah man die beiden mit Instrumenten in der Hand an eigenen Stücken feilen, die die Welt ganz sicher verändern würden. GANZ SICHER!

Ihr wollt wissen, wie es weiter geht? Na dann los! Hier unsere Geschichte…

1988 - 1990: Unsere Anfänge

 

Solche oder so ähnliche Situationen dürfte es 1988 wohl zuhauf an deutschen Schulen und Jugendheimen gegeben haben. In Bergkamen blieb dies aber nicht wie üblich ein zeitlich eng begrenztes Intermezzo im Lauf des Lebens, von dem man später seinen Kindern vielleicht am Rande kurz erzählt, sondern entwickelte sich zu einer festen, ja man kann sagen „Institution“, die inzwischen zur Region gehört wie „Ed von Schleck“ zu 1988!

Die Ambitionen, etwas mehr als die „Hobby-Band“ von neben an zu werden, merkte man 1988 auch daran, dass die neu gegründete Band an einem Festival in Bergkamen teilgenommen und den 2. Platz bei einem Band – Contest in Oer-Erkenschwick erzielt hat. Bingo!

1989 kamen der Sänger Andreas Meier sowie der Gitarrist Michael Becker und der Tontechniker Bernd Rasche, der Anfangs auch das Keyboard bediente, hinzu. Auch kleinere Rückschläge wie 1989 bei den Pfadfindern – ein Gong führte dazu, dass das gesamte Publikum zum Essen verschwand – hinderten uns nicht daran die Band weiter nach vorne zu treiben.

Waren die ersten Jahre noch von Gigs in Jugendheimen und auf Schulfeten geprägt, lernte man schnell, dass das Publikum einfach mehr Spaß an den Songs der „Großen“ hatte. Da man aber selbst viel mehr Spaß am Spaß des Publikums bekam, wuchs der Anteil an Cover-Songs enorm schnell. Innerhalb der Band kam es zum Rollentausch. Thomas Leitmann übernahm das Mikro und Andreas Meier die Rhytmusgitarre.

1990 - 1994: Die ersten Erfolge
1990 kam es zu unserem ersten Auftritt auf dem Kamener Altstadtfest. Wir spielten damals noch recht abseits im Jugendzelt vor der Konzertaula am Kamener Gymnasium. Doch bereits ein Jahr später wurde der Getränkehändler Grundmann auf uns aufmerksam. Herr Grundmann hatte seinen Getränkewagen vor dem Modegeschäft Stannart, in dem sich heute die Parfümerie Pieper befindet, aufgebaut. Er reichte uns ein Stromkabel und ohne Bühne durften wir im Herzen Kamens auf dem Altstadtfest spielen. Einfach nur geil!

Als dann Anfang der Neunziger die ersten Stadtfeste und größeren Events auf der Terminliste standen und der Bekanntheitsgrad wuchs, war klar: Da geht noch was…

Aus den Fünfen sind mittlerweile Sieben geworden. 1991 kam der neue Trommler Volker Unseld und mit Thomas Lüttecken erstmalig ein Keyboarder dazu. Die Gigliste wurde stetig länger und die Bühnen immer größer.
So spielten wir 1993 das erste Mal auf einer „richtigen“ Bühne auf dem Kamener Altstadtfest. Die Bühne befand sich in der Weißen Straße. Doch gerade die Reaktion einer Zuschauerin sollte uns lange in Erinnerung bleiben. Während unseres Auftritts schüttelte sie immer wieder mit dem Kopf. Als Thomas in der Pause die Zuschauerin fragte, warum sie mit dem Kopf schüttelte und ob ihr unsere Musik nicht gefallen würde, erwiederte sie: „Ich kann es nicht fassen, warum eine Band mit dieser Auswahl an Songs und Qualität nur auf einer Nebenbühne auftreten darf. Ihr gehört auf die großen Bühnen auf den Hauptplätzen!“

Situationen wie diese zeigten uns, dass wir mit unserer Musik eindeutig den Nerv der Zuschauer getroffen hatten!
1994 durften wir samstags vor der Fleischerei Ebbinghaus in Kamen die Bühne rocken. In den nächsten Jahren spielten freitags immer die Heartbreakers und samstags folgten Burning Heart. In diesen Jahren begleitete uns die Sängerin Kerstin Dröst, die 1998 aus beruflichen Gründen die Band wieder verlassen musste. Die „Herzensbrecher“ und das „brennende Herz“ entwickelten sich zu einem Kult, der die Straße vor Ebbinghaus aus allen Nähten platzen ließ!

1998 - 2002: Das erste Jubiläum und der Beginn einer Tradition
1998 feierten wir unser zehnjähriges Jubiläum mit einem Konzert. Im ausverkauften Café Central rockten wir mit vielen Freunden, Familien und Bekannten den Laden. Sämtliche Einnahmen wurden an einen Kindergarten in Kamen gespendet. Die Kinder bekamen auf Wunsch eine nagelneue Rutsche für ihren Spielplatz. Oh Mann, Rockmusik ist doch für etwas gut…

1999 heuerte Denis Große bei Burning Heart an. Er übernahm die Tasten an den Keyboards und bereicherte auch mit seiner Stimme die Band. Eine weibliche Stimme kam für zwei Jahre mit Nadine Heyder hinzu.

Ab jetzt enterten wir auch freitags das Altstadtfest auf der Bühne in der Nordstraße. Was haben wir dort nicht alles erlebt…
Neben vielen stimmungsvollen Abenden, hat es bei einem Auftritt „Hunde und Katzen“ geregnet. Das Altstadtfest ist regelrecht ins Wasser gefallen. Wenn Kamen keine so gute Entwässerung gehabt hätte, wäre die Stadt vermutlich abgesoffen. Wie dem auch sei… während das ganze Altstadtfest ihr Hab und Gut rettete, haben wir, dank unserer Fans und Zuschauer wie das kleine gallische Dorf ausgehalten und mächtig für Stimmung gesorgt. Unzählige Zuschauer versuchten sich trocken zu halten und spannten mitgebrachte Folien aus dem Baumarkt über sich auf. Was für ein Wahnsinn!

In 2002 gab es den Startschuss für eine jährliche Traditionsveranstaltung an der Esso Tankstelle in Bergkamen. Das Fest war zu Beginn als kleines Dankeschön für treue Kunden nach einer Baustellenphase gedacht. Neben Hüpfburgen, Grillwurst und Bier fehlte eigentlich nur noch das Ponyreiten. Mittlerweile werden Eintrittskarten limitiert, da die Tankstelle den Andrang nicht mehr auffangen konnte.

2003 - 2007: Der erste BH-Fanclub und das 15 jährige Jubiläum
2003 hatten wir die Ehre vor weit über 10000 Menschen zu spielen. Das Konzert hatte einen traurigen Hintergrund. Es diente zur Unterstützung der Djerba – Opfer und wurde vom Opferschutzbund als Benefizkonzert auf dem Monopolgelände in Bergkamen durchgeführt.

Waren wir zunächst als Vorgruppe für die „Neue deutsche Welle“ Stars wie Münchener Freiheit, Markus oder die Spider Murphy Gang geplant, durften wir aufgrund der bombastischen Stimmung im Anschluss noch eine weitere Stunde für gute Musik sorgen. Bei diesem Konzert gab es wieder einen dieser magischen Momente – der erste offizielle Fanclub zeigte sich uns mit einem Banner. „Stammtisch 99 grüßt Burning Heart“. Das war Gänsehaut pur!

Der 15. Geburtstag von Burning Heart im November in der Kamener Stadthalle sprengte unsere Vorstellung. Ursprünglich im kleinen Teil der Halle geplant, zwang uns der gute Kartenabsatz nach kurzer Zeit dazu, die ganze Stadthalle anzuvisieren. Mit dem „Obel“ und „Art of mouth“ im Vorprogramm rockten wir die ausverkaufte Stadthalle in Grund und Boden. Mit einem riesigen technischen Aufwand, großen Videowalls, Pyro-Technik und einer Licht- und Soundanlage, die das Heizen der Stadthalle überflüssig machte, feierten wir bis tief in die Nacht.

In den beiden darauf folgenden Jahren erhielten wir immer mehr Buchungen von Unternehmen, die mit uns ihre Betriebsfeste feiern wollten. Und wer glaubt, dass wir nur lokal gebucht wurden, der irrt. Diese Vielfalt an Auftritten führte uns in die verschiedensten Ecken Deutschlands, sogar bis in unsere Bundeshauptstadt Berlin.

Ende 2006 gab es ein paar weitere Veränderungen. Denis Große musste uns aus privaten Gründen verlassen und wir merkten, dass gute Keyboarder nicht die Strasse pflasterten. Die Suche war lang – doch mit Tim Möller und Stefan Chudaska bekamen wir gleich zwei neue „Tastenleute“.
Zudem entschloss sich die Band auf zwei Frontleute zu setzen und suchte eine weibliche Stimme. So bekamen wir nach einem kurzen Gastspiel von Joscha Vollmer, mit Natalie Grant eine neue Leadsängerin.

Ein besonderes Highlight 2007 war die Beatles Show im Studio Theater Bergkamen, in der wir mit vielen befreundeten Musikerkollegen spielten.

2008 - 2009: Großveranstaltungen und eine besondere Panne
Die Tünner Partynacht wurde ab 2008 für Burning Heart zu einer Pflichtveranstaltung. Ein Event, bei der sich die Schlagerstars die Klinke in die Hand geben und wir zusätzlich für die richtige Rock’n’Roll Stimmung sorgen.

Und schon folgte unser nächster Geburtstag – im gleichen Jahr feierten wir das 20- jährige Bühnenjubiläum in der Kamener Stadthalle mit Matze Knop im Vorprogramm! Die Fans verursachten diesmal bei uns die Gänsehautstimmung. Über tausend Kehlen sangen mit und streckten ihre Arme in die Luft. Sogar der eigene Song „Silent Requiem“ wurde bejubelt… es gab kein Halten mehr. Was für ein Fest, was für eine Stimmung! Wahnsinn! So einen Erfolg und Megaevent hätte sich vor 20 Jahren niemand von uns erträumen lassen.

Frei nach dem Motto – jetzt erst recht – machte Burning Heart weiter.
Sich einmal wie die großen Stars auf Tour fühlen – das durften wir 2009. So hatten wir auf einer Messe in Friedrichshafen einen gebuchten Auftritt. In einem Tourbus ging es ab in den Süden… Da wir bereits am nächsten Tag einen weiteren Termin in unserer Heimat hatten, mussten wir noch in der gleichen Nacht zurück. Burning Heart on Tour – Genial!
Eine Panne aus diesem Jahr ist uns besonders in Erinnerung geblieben. Bei einem Auftritt im Schacht III während des Liedes „I will survive“ – bekanntermaßen wird hier auf der Bühne richtig heftig gesprungen – ist Thomas durch die Bühne gekracht. Offensichtlich war das Bühnenbauteil nicht mehr ganz so neu. Glücklicherweise ist alles gut gegangen und Thomas tauchte unverletzt unter der Bühne wieder hervor.

Ende 2009 greift Natalie Grant zum letzten Mal bei Burning Heart zum Mikrofon, da sie sich nun mehr um ihre Familie und Solokarriere kümmern möchte. Für die Fans der Band bestand kein Grund zur Panik. Denis Große kehrte nach drei jähriger Auszeit wieder zurück und verstärkt uns seither im Frontgesang.

2010 - 2013: Das Hafenfest und weitere Highlights
2010 spielte Burning Heart erstmalig auf dem Hafenfest in der Marina Rünthe. Das Publikum und die Location versprühen ein wahres Summer Feeling, sind damit einmalig und für uns jedes Jahr ein riesiges Erlebnis.

Gigantisch war das Jubiläumsfest der Bayer AG am Standort Bergkamen. Mit niemand geringeren als der Hermes House Band und dem DSDS Gewinner des Jahres 2010 Mehrzad Marashi verwandelten wir das Chemiewerk in eine Partymeile, dass die Reagenzgläser nur so wackelten…

Das Jahr 2011 brachte für die Traditionsveranstaltung „Grün – Weiße Nacht“ Veränderungen mit sich. War dieses Fest die Jahre zuvor traditionell eher als Schlagerveranstaltung aufgelegt, holte sich der Veranstalter mit uns die größten Rock- und Popsongs der letzten Jahrzehnte in eine ausverkaufte Halle.

Parallel zu den Gigs arbeiteten wir an einem Akustik-Set, das wir unseren Fans erstmals Ende 2011 im Gartencenter Röttger in Overberge und Anfang 2012 bei den „Lions“ präsentierten. Burning Heart mal ganz anders!
Dem Publikum und uns gefiel es so gut, dass die Liste der Unplugged-Songs immer länger wird und eine Neuauflage bereits in Planung ist.

Zum Abschluss des Jahres 2012 zollten wir den Rolling Stones musikalischen Tribut. Fünf Jahre nach der Beatles Show wurde im Studio Theater Bergkamen die Fortführung dieser Veranstaltung mit großem Erfolg gefeiert.

Burning Heart steht seit 1988 für besten Coverrock und erfreut die Zuschauer und Fans aller Generationen.

2013 brennen wir unvermindert weiter und das obwohl, oder vielleicht gerade weil diese Band immer die Stücke spielt, die sie gerne spielt und der ein oder andere Song dabei ist, den man von einer „normalen“ Coverband vielleicht nicht erwartet.

Eine Band die viele Facetten hat und nicht einschläft, wo das jüngste Bandmitglied der Sohn des Ältesten sein kann und das macht es nicht kompliziert, sondern extrem spannend! Mit viel Energie und Spielfreude, die einfach alles mitreißt was nicht niet- und nagelfest ist.
Es hat sich viel getan in 25 Jahren Bandgeschichte, doch eines bleibt bis heute unverändert – unser Bandname.

BH_sign_4

Loading ..
X